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Guerilla Gardening im Pott

Frühjahrsputz – Dig an der St. Judas Thaddäus Kirche März 3, 2013

Die Temperaturen steigen, das Wetter wird besser und die Sonne lässt immer noch auf sich warten… Trotzdem oder gerade deswegen war es heute Zeit ein paar Farben in das triste Grau der Stadt zu bringen. Ziel meiner Aktion war mal wieder die St. Judas Thaddäus Kirche, schließlich komme ich hier immer gerne hin und deshalb war dies genau der richtige Ort um die Guerilla-Gardening-Saison einzuläuten.

Kurzentschlossen habe ich heute morgen noch Blumen und Erde eingekauft und bin nach dem Mittagessen zum Kirchplatz gefahren. Erstmal galt es Unkraut, Müll und Rindenmulch aus dem vergangenen Jahr zu entfernen, anschließend konnte ich die Pflanzkübel mit Erde auffüllen. Mit vorgezogenen Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Stiefmütterchen habe ich die wieder hergestellten Beete bepflanzt, so dass farbenfrohe Blütenexplosionen für den Frühling zu erwarten sind. Zum Abschluss noch alles gegossen, etwas sauber gemacht und den ganzen Müll wieder mitgenommen. Somit kann die Sonne jetzt kommen und den Rest übernehmen…

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Longboard & Tulips Oktober 18, 2012

Das Wetter in Berlin ist für Mitte Oktober echt genial; Sonne satt und 18° C. Da konnte ich heute einfach nicht anders als meine Mittagspause für das Versenken der restlichen Blumenzwiebeln vom International Tulip Guerrilla Gardening Day 2012 zu nutzen. Und damit ich in der kurzen Zeit möglichst weit herumkomme, habe ich mir für den Zweck mein Longboard geschnappt und die ganze Aktion gefilmt! Das Rohfilmmaterial war auch schon in der Zauberkugel und präsentiert sich hier in schickem Gewand (bei der Gelegenheit vielen Dank an die GEMA für die tolle musikalische Untermalung…)! Trotzdem viel Spaß!

 

 

Inselgärtnerei in Berlin September 29, 2012

Moin!

Eigentlich trägt meine Blog den Untertitel „Guerilla Gardening im Pott“, aber irgendwie gärtnere ich inzwischen überall… So auch heute, nämlich hier in Berlin. Genauer gesagt im Trendbezirk Steglitz, denn dort hat Petrus (ein Steglitzer Guerilla-Gärtner und Künstler) den Inselgarten angelegt. Einen Inselgarten?!  Ja, Petrus hatte vor einem knappen Jahr beim Duschen die Idee eine eigene Insel zu haben. Und ohne weiter darüber nachzudenken hat er beim Bezirksamt angerufen und gefragt, ob er nicht die Verkehrsinsel an der Kreuzung Königsberger Straße / Herwarthstraße in einen Inselgarten verwandeln dürfe. Viele Telefonate, e-Mails und verloren-gegangene Zusagen später hatte Petrus allerdings die Erlaubnis. Als guter Guerilla-Gärtner hatte er aber schon im Vorfeld angefangen zu Gärtnern. Und seit nunmehr einem Jahr pflegt Petrus den Garten, findet Treibgut (heute einen Tankdeckel) und genießt die Aussicht auf die Strömung vorbeifließender Autos. Mehr zu der Inselgarten-Geschichte gibt’s auf dem Blog Kunst und Kampf.

An ebendiesem Inselgarten haben wir uns heute getroffen. Es waren einige Pflegearbeiten zu verrichten, Erikas für den Herbst zu pflanzen und Blumenzwiebel für das kommende Frühjahr zu versenken. Unterstützt durch Georg und dokumentiert von einer Kunststudentin, die ein Videoprojekt über Urban Gardening macht, haben wir uns ans Werk gemacht. Insgesamt war es vor allem ein Balanceakt auf dem schmalen Bordstein, der die sichere Insel vom reißenden Verkehr trennt, sowie ein Kampf mit dem sehr verdichteten Boden, der wohl das erste Mal seit Verfüllung Fürsorge und Pflege erfährt. Im Anschluss an diese wirklich gelungene Aktion, die den wilden Inselgarten für den kommenden Herbst herausgeputzt hat, haben wir vor der Kamera noch Rede und Antwort gestanden und hoffen nun auf ein gelungenes Videoprojekt, von dem ich hier hoffentlich bald berichten kann. Für mich war dieser Tag jedenfalls sehr erfüllend, da ich endlich wieder gemerkt hab, wie viel mir das Gärtnern bedeutet und das es einfach ein Teil von mir ist. Guerilla Gardening bringt einfach Spaß und Freude! Das hätte ich im letzten Jahr fast vergessen, da ich kaum noch zum Guerilla Gardening komme… Zum Glück bin ich noch eine Zeit in Berlin, und das werde ich auch noch ausnutzen!

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Guerilla Gardening beim Zwischennutzungsfestival Zeche Lohberg Mai 19, 2012

Die Sonne brennt im Rücken, 26° C zeigt das Thermometer und ich starre auf den Laptopbildschirm… Bis vor einigen Minuten waren wir noch auf dem dem ehemaligen Ausbildungsgelände der RAG am Standort Zeche Lohberg in Dinslaken. Dort findet aus aktuellem Anlass – dem zeitnahen Abriss der Gebäude und der Nachnutzung des Geländes – ein Zwischennutzungsfestival statt. Zwischennutzungsfestival?! Zwischennutzungsfestival! Achja, klar, war doch letztens auch am Dingens hier um die Ecke… Also, was ist überhaupt ein Zwischennutzungsfestival? Fangen wir mal bei der Zwischennutzung an:

Der Begriff Zwischen in Zwischennutzung lässt bereits darauf schließen, dass diese Nutzung zwischen zwei Zuständen, nämlich nach einer ehemaligen und vor einer geplanten Nutzung, stattfindet (vgl. Holtkamp et al. 2007: 5). Zwischennutzungen sind „neue Formen der Gestaltung auf brachgefallenen Flächen […], die ohne Wechsel des Eigentümers und Änderung des Planungsrechts […] für mehr oder weniger lange Zeit einen städtebaulichen Missstand dämpfen bzw. neue Qualitäten bewirken“ (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung 2004: 4).

Da der Zeitraum zwischen der ehemaligen und der geplanten Nutzung allerdings auf der Fläche Zeche Lohberg sehr kurz ist, haben sich die Organisatoren (großes Lob an dieser Stelle) dafür entschieden, dieses Gelände durch Zwischennutzungen in einem auf wenige Tage begrenzten Zeitraum in verschiedenster Weise zwischen zu nutzen, also im Festivalstil. Das wäre dann wohl ein Zwischennutzungsfestival…

Da auch Guerilla Gardening eine Zwischennutzung ist und solche Aktionen an sich schon cool sind, sind wir heute natürlich dort hin und hatten auch einige Pflanzen dabei. Nachdem wir erstmal alles erkundet haben und vor allem über viele Graffitis gestolpert sind, haben wir uns eine schöne Fläche für unser „lebendes Graffiti“ gesucht. Ein bereits bestehendes und vor Jahren mal gepflegtes Beet, umgeben von einem gemauerten Ring, war für uns wie geschaffen. Erstmal den ganzen Wuchs an Unkraut heraus, die noch lebenden Pflanzen (Osterglocken, Lilien und Stauden) gepflegt und vom Laub befreit, Blumenerde hinzugegeben und alles aufgeharkt. Die Pflanzen, die wir dabei hatten, waren weiße Fleißige Lieschen, Leberbalsam, Tagetes, Männertreu und Margeriten. In der Gestaltung des Beets könnte man fast schon ein bisschen kleingärtnerische Spießigkeit erkennen, die allerdings um Zusammenspiel mit dem verwilderten Ambiente des Areals wunderbar harmoniert. Der restliche Ablauf war wie gewohnt, Pflanzen pflanzen, Pflanzen gießen, Müll wegbringen und mit Festivalbesuchern über die Sinnlosigkeit einer solchen Aktion auf einer Fläche, die bald abgeräumt wird, diskutieren. Halt, der letzte Punkt war doch neu! Und die Frage durchaus berechtigt! Aber zwei Aspekte haben uns dennoch dazu veranlasst dort zu pflanzen:

  1. Das Festival läuft über mehrere Tage und dieses Wochenende ist der Höhepunkt der ganzen Veranstaltung, so dass insbesondere jetzt viel passiert und die Besucher dies auch wahrnehmen können – die Veränderung, die Farbe, das Leben in dieser Ruine! Grade diese zwei Tage sind es, an denen diese Blumen dieser Fläche neues Leben einhauchen und Menschen an einem ungewöhnlichen Ort erfreuen können.
  2. Guerilla Gardening ist eine Zwischennutzung und was wäre dann also ein Zwischennutzungsfestival ohne Guerilla Gardening. Dies ist eine perfekte Plattform, um auf die Bewegung, ihre Motivation und Ziele aufmerksam zu machen!

Genug der Worte, den Rest erzähle ich euch in Bildern, viel Spaß 🙂

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Guerilla Gardening Workshop in Wolfsburg – Eine Nachbetrachtung April 4, 2012

Filed under: Ergebnis,Guerilla Gardening — gartenstadt2punkt0 @ 9:11 pm
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Ich hab es ja schon im letzten Artikel angekündigt, ich mach jetzt einen auf Dozenten und veranstalte Workshops zum Thema „Guerilla Gardening – Do It Yourself“! Der erste Workshop dieser Reihe fand am vergangenen Samstag (31.03.2012) in Wolfsburg statt. Ausrichter war ich natürlich nicht selbst, sondern die City Gallery – eine kleine Kunstgalerie, die an den Kunstverein Wolfsburg angeschlossen ist. Offiziell los ging es um 11 Uhr, ich war aber schon etwas eher dort, um mit den beiden Galeristinnen Blumen zu kaufen und für den Vortrag aufzubauen. Zu meiner eigenen Überraschung hat eine Blumenverkäuferin auf dem Markt sich von unserer Idee so anstecken lassen, dass sie uns für einen wirklichen fairen Preis 20 Stiefmütterchen und 6 Bellies überlassen hat!

Um 11.05 Uhr ging es dann auch wirklich los, und siehe da, es sind tatsächlich interessierte Wolfsburger gekommen inklusive der lokalen Presse. Den Auftakt habe ich mit einem kleinen Vortrag zu den Grundzügen des Guerilla Gardenings gemacht, im Anschluss sind wir noch eine Diskussion eingestiegen, die in großen Teilen die Wolfsburger Situation behandelte. Die Wolfsburger Nachrichten hat die Aussage aus dieser Diskussion unter der Headline „Illegales Gärtnern in Wolfsburg bisher ohne Reiz“ zusammengefasst und einen wirklich lesenswerten Artikel dazu geschrieben.

Nach ca. 1 h war ich nicht nur mit meinem theoretischen Stoff durch, das Wetter war uns zudem – im wahrsten Sinne des Wortes – wohlgesonnen und wir haben die Gelegenheit für einen Ausflug ins Beet genutzt. Ziel des Digs war eine Baumscheibe schräg gegenüber der City Gallery in der Fussgängerzone Wolfsburgs, an der sich insbesondere die Eigenarten beim Bepflanzen von diesem Guerilla-Gardening-Aktionsraum aufzeigen ließen. Zusammengefasst ging es hierbei um den schonenden Umgang mit den Baumwurzeln, das Tragen von Handschuhen gegen Glasscherben und ähnlichem sowie dem erhöhten Wasserbedarf durch den „Konkurrenten“ Baum. Mit tatkräftiger Unterstützung der Neu-Guerilla-Gärtner konnten wir die Blumen im Handumdrehen in die Erde bringen und mit reichlich Wasser angießen. In den vielleicht 15 Minuten, die wir tatsächlich vor Ort waren, wurden wir laufend von Passanten angesprochen und unser Tuen mit warmen Worten bedacht. Es war eine wirkliche tolle Aktion, vielen Dank Wolfsburg!

In der Nachbereitung dieser Aktion bin ich über einen weiteren Artikel aus der anderen Wolfsburger Zeitung, der WAZ, gestolpert, die sich in dem Artikel „Oft illegal, aber beliebt: Guerilla Gardening“ mit dem Workshop auseinandersetzt, ebenfalls lesenswert! Aber die allermeiste Freude hat mir ein Gast des Workshops bereitet, der im Anschluss zu mir gesagt hat:

also bei mir hat das auf jeden fall einen keim gelegt…

AWESOME!

PS: Der zweite Workshop wird am 7. März 2013 in Dortmund stattfinden… Weitere Infos folgen 😉 Kein Scherz!

 

Kirchgarten – Ein Guerilla-Gardening-Video-Beitrag August 16, 2011

Filed under: Ergebnis — gartenstadt2punkt0 @ 6:04 pm
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Auf Schritt und Tritt mit den Guerilla-Gärtnern unterwegs: Samstag Abend, die Dämmerung bricht langsam herein, die Guerilla-Gärtner steigen in ihr Auto, die Straße ist noch nass vom letzten Regenschauer. Die Aktion ist spontan, es soll nur ein kleiner Dig sein, Ziel ist eine alt-bekannte Fläche. Die Pflanzsteine vor der Kirche St. Judas Thaddäus im Duisburger Süden wurden im letzten Jahr immer wieder aufgesucht. Das Ergebnis des Sunflower-Tags ist noch in voller Blüte zu sehen. Dennoch stehen zwei der Kübel leer, ein Umstand den die Gärtner an diesem Abend ändern wollen. (more…)

 

Guerilla Gardening mit dem Eldoradio und n.a.t.u.r.-Festival Mai 13, 2011

Filed under: Ergebnis — gartenstadt2punkt0 @ 12:55 pm
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Hey Folks,

gestern war es mal wieder soweit! Wir waren in Dortmund unterwegs und haben den Campus der TU Dortmund mit einigen Pflanzen verschönert!  Unser Ziel war hierbei eine Baumscheibe vor dem Gebäude Emil-Figge-Str. 50. Die Baumscheibe ist leicht erhöht und mit einer Sitzbank umgeben, so dass die Blumen ins Auge fallen werden und hoffentlich die Studis erfreuen.

Bei der ganzen Aktion wurden wir zudem vom Dortmunder Studentenradio Eldoradio begleitet. Ein Beitrag über Guerilla Gardening und unsere Aktion auf dem Campus wird dort am 20. Mai zwischen 8 Uhr und 10 Uhr zu hören sein!

Das Ergebnis der Aktion kann sich im übrigen auch sehen lassen. Wir haben pünktlich zur Meisterschaftsfeier der Borussia schwarze und gelbe Blume in mehreren Spots gepflanzt. Dazwischen haben wir noch orange und weiße Blumen gepflanzt um noch ein wenig Farbe ins Beet zu bringen… In die Zwischenräume haben wir noch einige Margareten-Samen gestreut!

  

Bei der ganzen Aktion haben wir einige verwirrte Blicke von vorbeihuschenden Studenten bekommen, wurde aber auch mit Lob vom Pförtner und vom Asta-Team bedacht. Das Asta-Team hat uns zudem mit Wasser unterstütz! Vielen, vielen Dank!

Ein Terminhinweis noch zum Schluss: Am 15. Mai findet in Bochum das n.a.t.u.r.-Festival statt mit dem Guerilla Gardening Meeting ab 14 Uhr. Bei diesem Termin werde ich ebenfalls etwas über Guerilla Gardening erzählen, see you there…