gartenstadt2punkt0

Guerilla Gardening im Pott

Community Buddeln! Gärtnern in einer Gemeinschaft November 3, 2010

Filed under: Uncategorized — gartenstadt2punkt0 @ 9:25 am

Guten Morgen lieber Leser,

ich sitze in Berlin in meinem Hostel und warte grade auf mein Frühstück und dachte mir, dass ich euch doch ein bißchen an meiner Reise in die Hauptstadt teilhaben lassen kann 😉 Also gestern bin ich erstmal zum Fernsehturm gefa… Nein, ich schreib jetzt etwas, was wirklich interessant ist!

In Berlin gibt es an und für sich eine große Guerilla-Szene, größer als bei uns im Ruhrpott, und es machen hier einfach nicht nur viel mehr Leute etwas für eine andere, bessere Umwelt, auch die Art wie sie es machen unterscheidet sich von dem, was ich bisher im Pott kennengelernt habe. Ich habe gestern drei Gemeinschaftsgärten besucht, den Rosa Rose Garten, den Ton, Steine, Gärten sowie den Prinzessinengarten. Community Gardening ist zwar nicht gleich Guerilla Gardening, kann es aber sein. So war zumindest die Rosa Rose lange Zeit ein großer Guerilla Garten, dessen Grundlage, das Grundstück, allerdings vor 2 Jahren von einem Investor gekauft wurde. Die Rosa Rosen mussten umziehen und sind inzwischen in der Jessnerstraße angekommen und versuchen dort einen neuen, schönen Garten erblühen zu lassen. Es gibt inzwischen auch Gespräche mit der Stadt über einen Nutzungsvertrag für die neue Gartenfläche. Ich hab mir den neuen Garten angesehen und finde es sehr cool, dass es möglich ist so viele Leute für die gleiche Sache zu gewinnen. Das ist auch der größte Unterschied zum Gärtnern im Ruhrgebiet, dass das Ausleben der eigenen Gärtnerlust, auch ohne Garten, noch nicht so bei uns angekommen ist…

Ein weitere Unterschied im Bezug auf Guerilla Gärten ist, dass die hier besuchten Gärten viel mehr auf eine Selbstversorgung abzielen. Die Gärtner ziehen gezielt Kohl, Spinat und anderes Gemüse für den eigenen Bedarf. Dies ist mir zwar nicht wirklich neu im Bezug auf Guerilla Gardening, allerdings hab ich das bei mir noch nicht entdecken können. Ich frage mich, woran das liegt. Spielt Ernährungssouveränität hier generell eine größere Rolle oder sind wir einfach noch nicht so weit den Schritt vom „Ich verbessere die Welt“ zum „Ich nutze meine Weltverbesserung für mich“ zu machen? Mehr noch, ist es nicht sogar erforderlich, dass wir diesen Schritt machen, denn Urban Agriculture  ist ein wichtiger Schritt Richtung Nachhaltigkeit… So verbleibe ich mit einem Zitat aus dem Ton, Steine, Gärten: „Eine andere Welt ist pflanzbar…“

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One Response to “Community Buddeln! Gärtnern in einer Gemeinschaft”

  1. […] Guerilla Gardening zu schreiben, genauer gesagt seit dem ich in Berlin war! Ich habe nicht nur Community Gardens besucht, ich habe auch die Gelegenheit genutzt mit Gärtnern zu sprechen, die schon viel länger […]


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